Tödlicher Überfall in Moers: Fahndung nach Mittäter geht weiter

Moers/Duisburg (dpa/lnw) - Nach dem Raubüberfall auf ein Juweliergeschäft in Moers, bei dem einer der mutmaßlichen Täter von dem Ladenbesitzer erschossen wurde, suchte die Polizei am Dienstag weiterhin noch nach dem zweiten Verdächtigen. Der mutmaßliche Mittäter war ohne Beute geflüchtet, ob auch er von Schüssen getroffen wurde, blieb zunächst ungewiss.

«Wir haben eine Mordkommission eingerichtet, die den Sachverhalt ermittelt, sagte ein Polizeisprecher am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur. «Die juristische Einordnung liegt bei der Staatsanwaltschaft.» Die war am Dienstag zunächst nicht zu erreichen.

Am Montag waren zwei maskierte Räuber in das Schmuckgeschäft eingedrungen um es auszurauben. Der Ladenbesitzer überraschte sie und feuerte wenig später aus einer Schusswaffe mehrfach auf die Täter. Ein 37-Jähriger wurde von mehreren Schüssen getroffen und starb am Tatort. Seine Leiche sollte am Dienstag obduziert werden.

Zu den Umständen des Überfalls gab die Polizei auch am Dienstag keine weiteren Details bekannt. Ob es vor den Schüssen zu einem Kampf zwischen dem 69 Jahre alten Juwelier und den Räubern kam und warum der Ladenbesitzer eine Waffe benutzte, lag noch im Dunkeln. Nach ersten Erkenntnissen hatte der Mann eine Waffenbesitzkarte. Unklar ist, ob die Eindringlinge ebenfalls bewaffnet waren.

Einen ähnlichen Fall hatte es im Sommer 2011 in Hessen gegeben. Dort hatte eine Juwelierin einen Täter erschossen, der mit einer ungeladenen Gaspistole Geld und Goldschmuck gefordert hatte. Die Frau wurde vom Vorwurf des Totschlags freigesprochen. Sie habe in Notwehr gehandelt.

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