Töpperwien «stolz» auf Würdigungen zu ihrem Abschied
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Sabine Töpperwien, Sportchefin von WDR 2 nimmt an einer Talksendung teil. Foto: Karlheinz Schindler/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild
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Köln (dpa) - Die Reaktionen auf das bevorstehende Ende ihrer Laufbahn als Sport-Journalistin hat Hörfunk-Reporterin Sabine Töpperwien überwältigt. «Ich bin gerührt. Ich bin stolz. Ich bin überrascht, weil ich mit so einer riesigen und unglaublichen Resonanz nicht gerechnet habe», sagte die langjährige Leiterin der Sportredaktion im WDR-Hörfunk der Deutschen Presse-Agentur.

Sie habe gedacht, «in Corona-Zeiten ist alles so runtergefahren. Und ich bin eine Radio-Frau und keine Fernseh-Frau. Das wird die Nation nicht so bewegen.» Umso überwältigender sei sie über die Würdigungen von vielen Seiten aus ganz Deutschland. «Das ist ein fantastischer Schlusspunkt für meine Laufbahn», sagte Töpperwien, «weil ich sehr viele Steine in den Weg bekommen habe».

Vielen TV- und Radio-Kolleginnen gilt sie als Vorbild. «Ich fand Sabine Töpperwien immer toll», schrieb ZDF-Journalistin Katrin Müller-Hohenstein (55) in der «Zeit». Sie sei «Pionierin, die vielen anderen Frauen nach ihr die Tür ein Stück aufgestoßen hat. Etwa mir.»

Ähnlich geht es Stephanie Baczyk (34), seit 2019 als erste Frau im Kommentatoren-Einsatz für die «Sportschau» in der ARD. «Wie besonders ihre Rolle tatsächlich ist, realisiere ich erst Jahre später, als ich selbst Sportjournalistin werden will», schrieb sie im «Spiegel». «Dass Frauen im Fußball heute selbstverständlicher am Start sind, ist mit Sabines Verdienst.»

Töpperwien hatte am vergangenen Donnerstag mitgeteilt, Ende des Monats in den Ruhestand zu gehen. Die Schwester des ehemaligen ZDF-Sportreporters Rolf Töpperwien (70) nannte gesundheitliche Gründe für ihren Abschied. Sie kommentierte über 700 Fußball-Spiele, knapp 600 davon waren Bundesliga-Partien. Zudem war sie die erste Frau in Deutschland, die live aus einem Fußballstadion berichtete.

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