Traditionsclubs Wuppertal und Wattenscheid müssen kämpfen
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Ein Hinweisschild zeigt im Lohrheide-Stadion der SG Wattenscheid 09 den Weg zur Geschäftsstelle. Foto: Roland Weihrauch/Archiv
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Wuppertal/Bochum (dpa/lnw) - Die beiden ehemaligen Fußball-Bundesligisten Wuppertaler SV und SG Wattenscheid 09 kämpfen gegen den finanziellen Kollaps. Laut Medienberichten vom Montag ist der WSV wirtschaftlich so angeschlagen, dass alle Regionalliga-Spieler den Club noch in der laufenden Transferperiode ablösefrei verlassen können. Die Vereinsführung teilte zur prekären Situation lediglich mit, dass man die gesteckten Ziele überprüft und neue Ziele für die nächsten Jahre definiert habe.

«Die Auswertung der aktuellen Ergebnisse, beispielsweise der Rückgang der Zuschauerzahlen, zeigt, dass die Konzeption «WSV2020» inhaltlich ausgesprochen erfolgreich ist, finanziell und zeitlich aber zu ambitioniert gewesen ist», hieß es in einer Erklärung am Sonntag. Die Erkenntnisse führten «zu der Notwendigkeit, das Konzept anzupassen und umfassende Sparmaßnahmen umzusetzen, um die laufende Saison und die weitere Zukunft des Vereins zu sichern». Über konkrete Maßnahmen will die Clubspitze Mitarbeiter und Spieler noch informieren. Weitere Details wurden zunächst nicht bekannt.

Nicht minder schwierig ist die Lage beim Club aus Bochum, der ebenfalls in der Regionalliga-Staffel West spielt. Schon im Vorjahr bekamen die Spieler ihre Gehälter monatelang erst gar nicht und dann mit Verspätung ausgezahlt. 350 000 Euro fehlen in der Clubkasse. Bis zum 14. Januar muss die Deckungslücke gefüllt sein. Deswegen riefen die Wattenscheider schon vor Weihnachten zu Spenden auf. Inzwischen kamen so rund 110 000 Euro zusammen.

Gleichwohl bleibt die SGW von der Insolvenz bedroht. Immerhin habe die Crowdfunding-Aktion dazu geführt, «dass sich ehemalige 09-Spieler und potenzielle Großsponsoren mit dem Verein in Verbindung gesetzt haben», teilte der Club mit: «Eine dauerhafte Stabilisierung des Vereins ist nur möglich, wenn dieser auf vielen Schultern getragen wird. Die SG 09 Wattenscheid steht vor der wichtigsten Woche in der Vereinsgeschichte.»

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