Überwältigende Mehrheit der Gymnasien in NRW wechselt zu G9
DPA
Yvonne Gebauer, nordrhein-westfälische Schulministerin (FDP). Foto: Marcel Kusch/Archiv
DPA

Düsseldorf (dpa/lnw) - Fast alle Gymnasien in Nordrhein-Westfalen kehren vom kommenden Schuljahr an wieder zum Abitur nach neun Jahren (G9) zurück. Nur drei der landesweit mehr als 600 Gymnasien blieben beim achtjährigen «Turbo-Abi» (G8), teilte Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) am Mittwoch im Schulausschuss des Landtags mit. Für den Verbleib bei G8 hätten sich das öffentliche Max-Planck-Gymnasium Bielefeld sowie die private evangelikale Georg-Müller-Schule Bielefeld und das von der evangelischen Kirche getragene Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium in Hilden bei Düsseldorf entschieden.

Das Ministerium erwarte keinen Mehraufwand durch den Verbleib der drei Schulen bei G8, sagte Gebauer. Sie habe diesen Gymnasien Rechtssicherheit versprochen. In NRW startet die Umstellung von G8 auf G9 nach dem Sommer im neuen Schuljahr mit den Fünft- und Sechstklässlern. Der erste reguläre G9-Jahrgang macht 2027 Abitur.

«Die Debatte über G8 wurde über Jahre hinweg sehr intensiv geführt», sagte Gebauer. Daher überrasche es sie nicht, dass fast alle Schulen zurück zu neun Jahren Gymnasium wollten. Der Landtag in NRW hatte im Sommer 2018 mit den Stimmen der Regierungsfraktionen von CDU und FDP die Abkehr vom achtjährigen Abitur besiegelt. Die Kosten in Höhe von mehr als einer halben Milliarde Euro für die Umstellung auf G9 bekommen die Kommunen vom Land erstattet.

SOCIAL BOOKMARKS