Umstrittenes Immendorff-Bild gibt weiter Rätsel auf

Düsseldorf (dpa/lnw) - Der jahrelange Rechtsstreit um ein angebliches Gemälde des 2007 gestorbenen Künstlers Jörg Immendorff ist durch ein weiteres Gutachten noch vertrackter geworden. Nach Angaben des Sachverständigen sei die vermeintliche Unterschrift des Malers auf einem Echtheitszertifikat maschinell erstellt worden, sagte am Dienstag der Richter des Oberlandesgerichts Düsseldorf, Wilhelm Berneke.

Neue Erkenntnisse über die entscheidende Frage, ob das in erster Instanz bereits als Fälschung eingestufte Bild «Ready-made de l'Histoire dans Café de Flore» mit Immendorffs Wissen von einem Mitarbeiter kopiert und als «echt» verkauft wurde, erlangte das Gericht durch das Gutachten nicht.

Immendorffs Witwe Oda Jaune fordert die Vernichtung des Werkes, das ihrer Ansicht nach eine Fälschung ist, also ohne Autorisierung ihres ehemaligen Partners entstanden ist. Im Oktober 2012 hatte sie vor dem Düsseldorfer Landgericht bereits recht bekommen. Ein Privatmann soll das Bild 1999 in Immendorffs Atelier für 30 000 Mark gekauft haben.

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