Unfallserie bei Shell: Minister stellt Gutachten vor

Düsseldorf (dpa/lnw) - Ein «Kerosin-See» infolge eines Pipeline-Lecks bei der Shell Rheinland Raffinerie hat vor drei Jahren für Furore gesorgt. Heute gibt es nun ein Sicherheitsgutachten. NRW-Umweltminister Johannes Remmel (Grüne) stellt in Düsseldorf zusammen mit Vertretern von Shell und den Gutachtern Ergebnisse der Analyse sowie Empfehlungen vor.

2012 war in Wesseling über vier Wochen mehr als eine Million Liter des Flugzeug-Treibstoffs zunächst unbemerkt ins Erdreich gesickert. In sieben Metern Tiefe entstand ein unterirdischer Kerosin-See mit einer Fläche von knapp sechs Fußballfeldern. Inzwischen ist erst gut ein Viertel abgepumpt. Weitere Maßnahmen zur Sanierung der Boden- und Grundwasserschäden sind im Gange. Umweltexperten sind skeptisch, ob es jemals gelingen wird, den Boden vollständig zu reinigen. In den folgenden Monaten waren auch in Köln-Godorf mehrere Lecks bekanntgeworden. Anfang 2014 brannte zudem ein Tank mit krebserregendem Toluol.

Das Umweltministerium hatte daraufhin die Reißleine gezogen und dem Unternehmen aufgetragen, ein umfassendes Gutachten erstellen zu lassen, um weitere Unfälle zu vermeiden. Überprüft wurde das gesamte Sicherheitsmanagement.

SOCIAL BOOKMARKS