Union-Torwart Luthe zur Auflage für Vogel: «Der falsche Weg»
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Unions Torwart Andreas Luthe. Foto: Odd Anderson/AFP-Pool/dpa
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Berlin (dpa) - Torwart Andreas Luthe hat die Auflage für Gladbachs U23-Coach Heiko Vogel, wegen unsportlichen Verhaltens ein Frauen- oder Mädchenteams zu trainieren, deutlich kritisiert. «Frauen zum Objekt zu machen, an denen man seine Strafe abarbeiten kann, ist der falsche Weg», sagte der 34 Jahre alte Keeper von Fußball-Bundesligist 1. FC Union Berlin im ZDF-«Sportstudio». «Was Mädchen und Frauen im Fußball wollen, ist Akzeptanz - und das auch zurecht. Diese Maßnahmen helfen da meiner Meinung nach nicht.»

Vogel hatte wegen unsportlichen Verhaltens gegenüber zwei Schiedsrichterassistentinnen vom Westdeutschen Fußballverband (WDFV) eine Auflage erhalten, wonach er bis zum Sommer sechs Trainingseinheiten einer Frauen- oder Mädchenmannschaft zu halten habe. Die Bundesliga- und Zweitliga-Fußballerinnen schickten deshalb einen Offenen Brief an den Deutschen Fußball-Bund (DFB). «Dieses Urteil diskriminiert alle Frauen im Sport und speziell im Fußball», hieß es darin.

DFB-Vizepräsidentin Hannelore Ratzeburg reagierte verständnisvoll auf den Brief. «Ich kann den großen Ärger der Spielerinnen verstehen und nachvollziehen, dass sie sich dazu öffentlich Gehör verschaffen», sagte Ratzeburg in einer am Samstag vom Deutschen Fußball-Bund veröffentlichten Stellungnahme. «Es ist mir auch unbegreiflich, dass man ein Training einer Frauenmannschaft als Teil einer Strafe verordnet.»

© dpa-infocom, dpa:210321-99-907754/3

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