Urteil: Halterin haftet nicht für liebestollen Wallach

Hamm (dpa/lnw) - Eine Pferdebesitzerin muss nicht für den Schaden durch einen angeblichen Lustausbruch ihres Wallachs aufkommen. Das entschied das Oberlandesgericht (OLG) Hamm in einem am Donnerstag veröffentlichten Urteil (Az. 24 U 112/12). Der heißblütige Wallach hatte sich losgerissen, einen Weidezaun durchbrochen und eine Stute besprungen. Dabei soll sich die Pferdedame erheblich verletzt haben. Weil es sich bei der Stute um ein teures Springpferd handelt, verlangte ihr Besitzer 40 000 Euro Schadensersatz. In seiner Pferdepension waren beide Tiere untergebracht. Das OLG wies seine Klage ab. Es sei nicht erwiesen, «dass der Wallach aufgrund einer sexuellen Motivation erhebliche Hindernisse überwunden habe, um zu der Stute zu gelangen». Als Pensionswirt hätte der Kläger besser auf den Wallach aufpassen müssen, entschieden die Richter.

Pressemitteilung OLG Hamm

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