Urteil: Iranischer Ehemann schuldet Frau einen Goldschatz

Hamm (dpa/lnw) - Wer nach iranischem Recht mit einem finanziellen Versprechen eine Ehe eingeht, muss sich auch nach einer Trennung an die Abmachung halten. Das hat das Oberlandesgericht Hamm in einem am Donnerstag veröffentlichten Beschluss entschieden. Ein 33-jähriger Mann ist demnach verpflichtet, Goldmünzen im Wert von umgerechnet 213 000 Euro an seine seit 2007 von ihm getrennte Frau (29) zu zahlen.

2001 hatte sich der zukünftige Ehemann in seiner Heimat zu dieser im iranischen Recht sogenannte «Morgengabe» verpflichtet. Das Gericht teilte die Meinung des Beklagten nicht, dass es sich um einen religiösen Brauch gehandelt habe, sondern sprach von einer ehevertraglichen Vereinbarung auf Basis des iranischen Zivilrechts. Der Beschluss (Az.: 8 UF 37/12) ist rechtskräftig.

Pressemitteilung Oberlandesgericht

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