Urteil: Postenbörse muss «Statt»-Preise erklären

Hamm (dpa/lnw) - Die Werbung einer Sonderposten-Börse mit durchgestrichenen «Statt»-Preisen ist ohne genauere Erläuterung der Vergleichspreise unzulässig. Das hat das Oberlandesgericht Hamm in einem am Montag veröffentlichten Urteil entschieden. Das OLG hat damit eine Entscheidung des Landgerichts Münster geändert und einem Kläger aus Bielefeld recht gegeben. Nach Meinung der Richter müsse der Verbraucher erkennen können, welche Bedeutung die Werbeaussage hat. Die Verbraucher konnten in dem beanstandeten Werbeprospekt einer Firma aus Schüttorf in Niedersachsen nicht erkennen, ob sich die durchgestrichenen Preise auf einen früheren Preis der Postenbörse oder auf Preise des regulären Einzelhandels bezogen. Das Urteil ist rechtskräftig (Az.: 4 U 186/12).

Pressemitteilung Oberlandesgericht

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