Urteil im Mordprozess um erschlagene Schwangere erwartet

Aachen (dpa/lnw) - Acht Monate nach der Tötung einer 27-jährigen Schwangeren will das Landgericht Aachen heute ein Urteil verkünden. Wegen gemeinschaftlichen Mordes und Schwangerschaftsabbruchs angeklagt sind der 32 Jahre alte Vater des durch die Tat ebenfalls getöteten ungeborenen Kindes sowie seine frühere Freundin. Die Staatsanwaltschaft hat für beide Angeklagten lebenslange Freiheitsstrafen gefordert - im Fall des Mannes außerdem die Feststellung einer besonderen Schwere der Schuld, was eine frühzeitige Entlassung aus der Haft ausschließt.

Laut Anklage lockte der 32-Jährige in Absprache mit der Geliebten die werdende Mutter am Ostermontag auf einen verlassenen Bauernhof. Dort soll er der im siebten Monat schwangeren Frau von hinten mit einer Schaufel auf den Kopf geschlagen haben. Seine 29-jährige Freundin habe die Leiche zu einem Windrad nahe der A4 geschafft. Dem Mann habe dass Kind nicht in die Lebensplanung gepasst. Seine Freundin habe aus Eifersucht auf die werdende Familie bei der Tat mitgemacht. Die Verteidigung forderte Freisprüche. Die Angeklagten schilderten unterschiedliche Tatabläufe und schoben die Schuld dem jeweils anderen zu.

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