VRR will Monatstickets mit Preiserhöhungen stärker differenzieren

Gelsenkirchen (dpa/lnw) - Zusätzlich zu den erwarteten jährlichen Preiserhöhungen im Nahverkehr erwägt der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) Änderungen bei seinen Monatstickets. So sieht ein Vorschlag der Verwaltung vor, die Leistungen des «Ticket 1000» ab- und die des schon heute teureren «Ticket 2000» aufzuwerten. Letzteres soll entsprechend stärker im Preis steigen als die 1000-Variante. Beim Ticket 1000 könnten künftig Leistungen wie die Mitnahme eines zweiten Mitfahrers zu bestimmten Zeiten wegfallen. Im Gegenzug soll das Ticket 2000 dazu berechtigen, rund um die Uhr Kinder und Jugendliche mitzunehmen. Die «Westdeutsche Allgemeine Zeitung» hatte bereits von den Plänen berichtet.

Mit den Anpassungen solle eine «Profilschärfung zwischen einem Standard- und einem Premiumprodukt» erreicht werden, heißt es in einer Beschlussvorlage, über die der politisch besetzte Verwaltungsrat am Freitag entscheiden wird. «Ob das Gremium diesem Vorschlag folgt, ist völlig offen», sagte ein Sprecher des VRR. Die Verwaltung empfiehlt in ihrem Papier außerdem, das nur noch am unteren Niederrhein gültige Wochenticket wieder im ganzen Verkehrsverbund einzuführen.

In welcher Höhe der VRR die Preise auch in anderen Ticketkategorien in diesem Jahr anziehen möchte, geht aus der Beschlussvorlage nicht hervor. Zum Jahresanfang waren die Preise im VRR um durchschnittlich 3,9 Prozent gestiegen.

Beschlussvorlage VRR

WAZ-Bericht

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