Versuchter Totschlag: Opfer rückt von Aussage ab
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Eine Statue der Justitia hält eine Waage in ihrer Hand. Foto: Arne Dedert/dpa/Archivbild
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Düsseldorf (dpa/lnw) - In einem Prozess um die versuchte Tötung einer 26-Jährigen in einer Düsseldorfer Tiefgarage ist das Opfer von seiner bisherigen Aussage abgerückt. Die Ehefrau des Angeklagten sagte am Dienstag beim Prozessauftakt am Landgericht aus, sie habe ihren Mann aus Wut bei der Polizei falsch beschuldigt, um sich an ihm zu rächen. Er habe sich um seine dreijährige Tochter nicht gekümmert und sogar bezweifelt, dass sie sein Kind sei. Das habe sie wütend gemacht. Ihr Mann habe sie allenfalls zwei oder drei Mal leicht geschlagen.

Drei Handwerker hatten die Situation ganz anders erlebt, wie sie am Dienstag als Zeugen berichteten. Sie hätten Schreie gehört und seien der Frau zur Hilfe gekommen. Der 30-jährige Angeklagte habe auf die am Boden liegende Frau eingeschlagen und eingetreten. Dem Gericht zufolge hatte die Frau einen Nasenbeinbruch und eine Halswirbelverletzung sowie Schrammen am Bauch erlitten, die von einem Schraubenzieher stammen sollen. Für den Prozess sind bis zum 8. März 2020 noch drei weitere Verhandlungstage angesetzt.

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