Viele Lehrer erteilen Unterricht ohne spezielle Ausbildung
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Eine Lehrerin schreibt an eine Tafel. Foto: Mohssen Assanimoghaddam/Archiv
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Düsseldorf (dpa/lnw) - Im vergangenen Schuljahr haben rund 41 Prozent der nordrhein-westfälischen Lehrkräfte in der Sekundarstufe I mindestens eine Unterrichtsstunde fachfremd erteilt. Ursache für diesen hohen Anteil sei vor allem das an den Hauptschulen verbreitete Klassenlehrerprinzip, erklärte Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) in einer am Montag veröffentlichten Antwort auf eine AfD-Anfrage.

Demnach wurde an den Hauptschulen von rund 84 Prozent der dort eingesetzten über 7000 Lehrkräfte teilweise auch Unterricht in Fächern erteilt, für die sie nicht ausgebildet wurden. Am wenigsten kam das in den Gymnasien vor: Hier wurden nur knapp 18 Prozent der fast 40 000 Gymnasiallehrer fachfremd eingesetzt.

«In der Regel werden Lehrkräfte jedoch nur in geringem Umfang fachfremd eingesetzt», versicherte die Ministerin. In der Sekundarstufe I betreffe das etwa jede siebte Unterrichtsstunde an Gymnasien, Real-, Gemeinschafts-, Sekundar- und Gesamtschulen.

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