Von Beuys bis Richter: Humorvoller Minimalismus in Morsbroich

Leverkusen (dpa/lnw) - Raster, Platten, Lichtröhren - ziemlich nüchtern und unpersönlich wirkte die Minimal Art aus den USA, die Ende der 60er Jahre nach Deutschland kam. Wie diese streng wirkende Kunst ohne persönliche Handschrift von den großen Künstlern des Rheinlands aufgenommen wurde, zeigt die am Sonntag startende Ausstellung «Ruhe vor dem Sturm. Postminimalistische Kunst aus dem Rheinland» (bis 10.Januar 2016). Zu sehen sind Arbeiten von 17 Künstlern, die wie Joseph Beuys, Gerhard Richter, Sigmar Polke oder Rosemarie Trockel weltbekannt sind.

Die rheinischen Künstler kopierten die Minimal Art ihrer amerikanischen Kollegen wie Donald Judd, Dan Flavin oder Sol Lewitt nicht einfach, sondern gaben ihr mit viel Ironie und Humor eine neue Richtung. Zum 80. Geburtstag von Carl Andre, einer der Väter der amerikanischen Minimal Art, ist im Museumspark sein Werk «Solar Rust» aus 300 liegenden Stahlplatten auf einer Fläche von 600 Quadratmetern ausgebreitet worden. Andre wird am 16. September 80 Jahre alt.

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