Wagner zu Beleidigungen gegen Hopp: «Keinerlei Verständnis»
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Schalkes Trainer David Wagner vor Spielbeginn. Foto: Marcel Kusch/dpa
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Köln (dpa) - Schalke-Trainer David Wagner hat die Beleidigungen gegen Hoffenheims Mäzen Dietmar Hopp beim Bundesligaspiel gegen Bayern München scharf kritisiert und die beiden Mannschaften für ihre Reaktion gelobt. «Ich habe keinerlei Erklärung, keinerlei Verständnis dafür. Jeder, der sich dazu äußert, weiß, wie hirnlos das Ganze ist», sagte Wagner am Samstag vor der Partie der Schalker beim 1. FC Köln im TV-Sender Sky. Die Vorfälle beim Fußballspiel in Sinsheim seien «einfach nur schade».

Die Partie zwischen der TSG 1899 Hoffenheim und dem FC Bayern war zuvor wegen massiver Beleidigungen der Bayern-Fans gegen Hopp zweimal unterbrochen worden. Nachdem Schiedsrichter Christian Dingert die Partie zur 77. Minute beim Stand von 6:0 für die Gäste wieder freigegeben hatte, spielten sich die beiden Mannschaften nur noch den Ball hin und her, um gegen die Aktion der Fans zu protestieren.

«Ich halte die Reaktion absolut für angemessen», sagte Wagner. «Aber das ändert nichts daran, dass solche Sachen nicht passieren dürfen.» Wagner wollte die Aktion der Bayern-Fans nicht auf eine Stufe mit den rassistischen Beleidigungen gegen Hertha-Profi Jordan Torunarigha stellen, räumte aber ein: «Wir haben ein Problem, keine Frage.»

Auch die Partie des BVB gegen den SC Freiburg in Dortmund wurde wegen Schmähgesängen gegen Hopp unterbrochen. «Unabhängig von der Person, solche Dinge sollte es nicht geben», sagte BVB-Profi Julian Brandt nach dem 1:0-Sieg der Dortmunder im TV-Sender Sky. Das DFB-Sportgericht hatte den BVB jüngst mit einer Zwei-Jahres-Sperre für seine Fans für Gastspiele in Sinsheim belegt.

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