Wahrscheinlich Anschlag auf Pro-NRW-Chef verhindert

Leverkusen/Dortmund (dpa/lnw) - Ermittler in Nordrhein-Westfalen haben wahrscheinlich einen islamistischen Anschlag auf den Vorsitzenden der rechtsextremistischen Partei Pro NRW verhindert. Ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Dortmund bestätigte am Mittwoch, dass insgesamt vier Verdächtige festgenommen wurden. Zwei von ihnen seien in Leverkusen, dem Wohnort des Pro-NRW-Chefs Markus Beisicht, gestellt worden.

Zwei weitere Verdächtige wurden demnach in Wohnungen in Bonn und Essen festgenommen. In Bonn stellten die Ermittler laut Staatsanwaltschaft auch Sprengstoff sicher. Die Ermittler hatten schon seit längerem Hinweise auf unbestimmte Aktivitäten der Gruppe, wie der Sprecher der Staatsanwaltschaft Dortmund, Henner Kruse, erläuterte.

Wie die «Bild»-Zeitung zuerst berichtete, soll bei der Polizei-Aktion auch eine Liste mit Namen weiterer Pro-NRW-Funktionäre gefunden worden sein.

Zwischen radikalislamischen Salafisten und Anhängern der Splitterpartei Pro NRW war es in den vergangenen Monaten in Nordrhein-Westfalen immer wieder zu Zusammenstößen gekommen. So hatten Pro-NRW-Anhänger am 1. Mai 2012 in Solingen islamfeindliche Karikaturen gezeigt und damit Ausschreitungen von Salafisten provoziert.

SOCIAL BOOKMARKS