Weichenheizung, «Lok-Rock» und Frostwachen bei der Bahn
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Mitarbeiter der Bahn überprüfen die Abdeckungen einer Weichenheizung. Foto: Stefan Sauer/Archiv
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Düsseldorf (dpa/lnw) - Im Winter sind die rund 12 000 Weichen im Streckennetz der Bahn in Nordrhein-Westfalen besonders empfindlich. Etwa 7000 von ihnen werden daher beheizt, um sie beweglich zu halten. Bei 1400 Weichen schützen Abdeckungen vor Schneeverwehungen und von Zügen herabfallenden Eisbrocken. Trotzdem können wie zum Wintereinbruch am Wochenende Weichen ausfallen. Dann müssen Räumkräfte ausrücken und die Gleise mit Schaufel und Besen von Schnee und Eis befreien.

20 Mitarbeiter der Winterdienstzentrale koordinieren 2500 Einsatzkräfte der Bahn. In Siegen, Bestwig und Brilon stehen schwere Schneeräumfahrzeuge bereit. Auch Oberhausen, Hamm und Köln haben entsprechende Geräte.

Die Außenreinigungsanlagen der Bahn werden zur Enteisung von Zügen benutzt. Loks und Waggons können dort bei Kälte mit Warmwasser besprengt und abgetaut werden. Auch empfindliche Bauteile an der Unterseite der Fahrzeuge wie Achsen und Bremsen werden so von Eis und Schnee befreit. Manche Fahrwerke kommen in den «Lok-Rock», eine Plane, die mit 40 Grad warmer Luft aufgeblasen wird.

Frostwächter achten darauf, dass die Stromabnehmer bei abgestellten Zügen nicht vereisen und einfrieren. Dazu werden die Züge kurzzeitig gestartet und bewegt.

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