Weniger Kohle eingeführt - Grund Energiewende und Stromimporte

Duisburg (dpa/lnw) - Die Einfuhr von Steinkohle nach Deutschland geht wegen der Energiewende und steigender Stromimporte zurück. 2012 werden nach einer Schätzung des Vereins der Kohleimporteure 45 Millionen Tonnen Steinkohle aus dem Ausland eingekauft, 3 Millionen Tonnen weniger als im vergangenen Jahr. Das teilte der Verein in Duisburg mit. Neben dem Stromimport spielt der steigende Anteil erneuerbarer Energien eine Rolle. Mit großem Abstand wichtigster Abnehmer für Kohle in Deutschland sind die Kraftwerke, gefolgt von der Stahlindustrie.

Im vergangenen Jahr war der Steinkohlebedarf in Deutschland zu mehr als drei Viertel (76 Prozent) aus Importkohle gedeckt worden. Lediglich ein knappes Viertel (24 Prozent) wurde aus der heimischen Förderung beigesteuert. Damit deckten die Steinkohleimporte rund 11 Prozent des gesamten Verbrauchs an Primärenergie in Deutschland, auf die inländische Förderung entfiel lediglich ein Anteil von zwei Prozent. Den größten Beitrag leistete das Öl mit einem Anteil von 34 Prozent.

Jahresbericht 2011 der Kohleimporteure

SOCIAL BOOKMARKS