Weniger Straftaten mit nordafrikanischen Verdächtigen

Düsseldorf (dpa/lnw) - Die Zahl der Straftaten, die Verdächtigen aus Nordafrika zugerechnet werden, ist in Nordrhein-Westfalen deutlich gesunken. Nach fast 31 500 Delikten im Jahr 2016 seien es im vergangenen Jahr weniger als 23 000 gewesen - ein Rückgang um 27 Prozent. Das geht aus Zahlen des Landeskriminalamts NRW hervor, die das Amt auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mitgeteilt hat. In den Zahlen sind die ausländerrechtlichen Verstöße ausgenommen.

Mit jungen kriminellen Neuankömmlingen aus Nordafrika gab es in den vergangenen Jahren erhebliche Probleme. Die Zahl der Straftaten mit Verdächtigen aus dieser Gruppe war drastisch in die Höhe geschossen. Zwischen 2012 und 2016 hatten sich die Taten mit Verdächtigen aus den Herkunftsländern Marokko, Algerien, Libyen und Tunesien in NRW verdreifacht. Auch das Bundeskriminalamt hatte darauf hingewiesen, dass Zuwanderer aus den Maghreb-Staaten überproportional häufig als Tatverdächtige registriert werden.

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