Woelki: Weihnachtsmarke soll auf Situation der Flüchtlinge hinweisen

Köln (dpa/lnw) - Die diesjährige Weihnachtsbriefmarke soll nach Angaben des Kölner Kardinals Rainer Maria Woelki zum mitmenschlichen Umgang mit Flüchtlingen mahnen. Der auf der Sondermarke abgebildete Stern solle ein Zeichen sein «für unsere mitmenschliche Verantwortung, die wir tragen für den Neuanfang der Flüchtlinge bei uns», sagte Woelki bei der Vorstellung des Postwertzeichens am Mittwoch in Köln. «In unserer Verantwortung liegt es, ihnen Sicherheit zu geben, ein menschenwürdiges Dach über dem Kopf, Nahrung, Beschäftigung und nachbarschaftliche Solidarität.»

Die von der Grafikerin Nicole Elsenbach aus Hückeswagen bei Köln gestaltete Weihnachtsmarke kostet 90 Cent. 30 Cent davon gehen in gemeinnützige Projekte. «Wenigstens zu Weihnachten ist ein Brief nochmal was anderes als eine E-Mail oder SMS», sagte Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU). Durch den Kauf der Marke habe jeder Deutsche die Chance, etwas für einen guten Zweck zu tun.

Das Bundesfinanzministerium gibt seit 1969 jährlich eine Weihnachtsbriefmarke heraus. In den vergangenen Jahren seien so nach Angaben des Ministeriums jeweils rund 11 Millionen Euro zusammengekommen, die an die Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege gingen.

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