Zentralrat: Vertrauen von Muslimen in NSU-Prozess gefährdet

Köln (dpa) - Der Zentralrat der Muslime in Deutschland (ZMD) bedauert die umstrittene Platzvergabe für Medien beim NSU-Mordprozess als «sehr unglückliche Entscheidung». Diese schade dem Vertrauen der deutschen Muslime in die Aufarbeitung der Mordserie, sagte sein Vorsitzender Aiman Mazyek am Dienstag der Nachrichtenagentur dpa in Köln. «Wir müssen uns im Klaren darüber sein, dass das kein Strafprozess ist wie jeder andere, er hat vielmehr die Tragweite wie der Breivik-Fall in Norwegen.»

Kein türkisches Medium hatte im Terrorprozess um die Mordserie des «Nationalsozialistischen Untergrund» (NSU) vor dem Oberlandesgericht (OLG) München einen festen Platz im Zuschauerraum erhalten. Laut OLG waren die 50 Plätze für Journalisten strikt in der Reihenfolge des Eingangs der Anträge hierfür vergeben worden.

SOCIAL BOOKMARKS