Zoll kontrollierte Fleischwirtschaft auf Schwarzarbeit

Köln (dpa) - Der Zoll hat bei einer bundesweiten Kontrollaktion gegen Schwarzarbeit in der Fleischwirtschaft fast 1000 Schlachtereien und Zerlegebetriebe überprüft. Anfang Dezember sei bei rund 15 700 Beschäftigten die Einhaltung der sozialversicherungs- und aufenthaltsrechtlichen Vorschriften kontrolliert worden, teilte die Bundesfinanzdirektion West am Mittwoch in Köln mit. An der Razzia waren rund 1800 Ermittler beteiligt. Die Kontrolleure hätten noch an den Einsatzorten sechs Straf- und 75 Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet.

Auch die Bezahlung nach dem Mindestlohn für die Fleischwirtschaft, der von August bis November bei 7,75 Euro lag, wurde kontrolliert. In fast 300 Fällen seien weitere Prüfungen erforderlich. In weiteren 110 Fällen werde geklärt, ob die Sozialversicherungsbeiträge ordnungsgemäß gezahlt wurden. Außerdem werden mehr als 170 Fälle unter anderem wegen illegaler Beschäftigung von Ausländern oder dem unrechtmäßigen Bezug von Arbeitslosengeld untersucht.

Schwerpunktkontrollen dieser Art führe der Zoll vier Mal im Jahr durch - meist in Branchen, in denen keine hohe Qualifikation für eine Anstellung nötig sei, sagte ein Sprecher des Zolls.

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