Zollfahnder: 2018 mehr Drogendelikte, gewaltbereite Täter
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Zöllner. Foto: Christian Charisius/Archivbild
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Essen/Hannover (dpa/lnw) - Tonnenweise sichergestellte Drogen vor allem an der deutsch-niederländischen Grenze und mehrere Tausend Verdächtige: Das Zollfahndungsamt Essen hat im vergangenen Jahr in 3422 Fällen wegen mittlerer, schwerer und organisierter Zollkriminalität ermittelt, wie das für Nordrhein-Westfalen und Teile Niedersachsens zuständige Amt am Dienstag mitteilte. Die Verfahren richteten sich gegen fast 4000 Verdächtige - je etwa zur Hälfte deutsche und ausländische Beschuldigte. Auf Basis der Essener Zollfahnder-Ermittlungen hätten Gerichte 2018 Freiheitsstrafen von zusammen 655 Jahren und Geldstrafen von insgesamt 521 000 Euro ausgesprochen.

Die Bilanz falle positiv aus, betonte Frank Denner, Leiter des Zollfahndungsamtes. Etwa jeder vierte Ermittlungsfall des deutschen Zollfahndungsdienstes sei vom Amt in Essen geführt worden. Der aufgedeckte Steuerschaden habe im Zuständigkeitsbereich gut 25 Millionen Euro betragen.

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