Zu hoher Verbrauch: Mann muss weniger für sein Auto zahlen

Detmold (dpa/lnw) - Zu hoher Spritverbrauch bei einem Neuwagen kann ein Grund für eine Minderung des Kaufpreises sein. Das Landgericht Detmold hat einem Autokäufer in einem am Mittwoch veröffentlichten Urteil eine Rückzahlung von 1800 Euro zugesprochen. Der Mann hatte den Wagen vor fünf Jahren für 45 000 Euro in einem Autohaus gekauft. Im Durchschnitt sollte das Auto laut Verkaufsprospekt 7,9 Liter Benzin auf hundert Kilometer verbrauchen. Dem Autofahrer zufolge war der Verbrauch aber mit bis zu 14 Litern viel höher.

Nachdem sich der Mann erfolglos beim Händler beschwert hatte, zog er vor Gericht. Seine Klage wies das Amtsgericht zunächst zurück, weil ein Experte keinen so hohen Verbrauch entdeckte. Die zweite Instanz ließ einen TÜV-Experten erneut messen. Der stellte einen Durchschnittsverbrauch von 9,3 Litern fest. Deshalb habe der Käufer einen Anspruch auf Preisminderung, erkannte das Landgericht.

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