Zu später Kaiserschnitt: 450 000 Euro zahlen Schmerzensgeld

Bochum (dpa/lnw) - Nach einem folgenschweren Behandlungsfehler bei einer Geburt im Sommer 2014 müssen ein Recklinghäuser Krankenhaus und ein damals diensthabender Gynäkologe 450 000 Euro Schmerzensgeld zahlen. Das Bochumer Landgericht hat am Mittwoch entschieden, dass das Geld den Eltern eines heute fünfjährigen Mädchens zugute kommen soll. Laut Urteil hatte der Arzt bei der Geburt des Kindes zu lange mit der Einleitung eines Notfall-Kaiserschnitts gezögert. Dadurch war es bei dem Mädchen zu einer Sauerstoffunterversorgung gekommen, die irreparable Hirnschäden zur Folge hatte. Das Kind wird nach Ansicht von Gutachtern nie ein selbstbestimmtes Leben führen können. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

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