96 gegen Werder: Kampf um Nummer 1 im Norden

Hannover (dpa) - Im Nachbarschafts-Duell zwischen Hannover 96 und Werder Bremen geht es nicht nur um Bundesliga-Punkte. Es geht auch um die Fußball-Vorherrschaft im Norden.

Vorige Saison war «96» die Nummer eins im Norden, diesmal tritt Werder am Sonntag als Bayern-Jäger und bester Nordclub in der Tabelle in Hannover an. Dort gab es vorige Saison eine 1:4-Klatsche. «Man muss immer wieder beweisen, das man im Norden in der besten Position ist», erklärte Bremens Trainer Thomas Schaaf. «96 hat sich weiter gesteigert», fügte er hinzu.

Auch Geschäftsführer Klaus Allofs sprach mit Respekt über die Niedersachsen, die nach den Strapazen der Europa-League-Reise in die Ukraine schnell wieder auf Bundesliga-Alltag umschalten müssen. «Die Verhältnisse haben sich geändert. 96 ist international dabei, aber um die Nummer eins im Norden zu sein, bedarf es eines längeren Prozesses. Hier haben Werder und der HSV noch die größeren Ansprüche, aber Hannover hat unheimlich aufgeholt», erklärte Allofs.

Die Bremer müssen weiterhin auf den gesperrten Torwart Tim Wiese verzichten, dafür hat sich Verteidiger Sokratis fit gemeldet. Die Fans von Hannover 96 bangen um den Einsatz von Emanuel Pogatetz (Rückenprobleme) und hoffen auf eine Rückkehr von Didier Ya Konan.

96-Trainer Mirko Slomka setzte nach der Rückkehr vom 2:1 in Poltawa ein Regenerationstraining an, verordnete seinen Spielern viel Schlaf und bat am Samstagnachmittag noch mal zum Training. «Dann sind wir wieder auf Betriebstemperatur», sagte Slomka. Er hofft, dass der Auswärtssieg neue Kräfte in der Bundesliga freisetzt: «Es ist leichter zu regenerieren mit drei Punkten.»

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