Auswärtsfluch bei Nowitzkis Mavs - Terry schlägt Alarm

Sacramento (dpa) - Die Misere für Dirk Nowitzki und die Dallas Mavericks nimmt bedrohliche Ausmaße an. Mit dem 97:110 bei den Sacramento Kings kassierte der Titelverteidiger die sechste Auswärtsniederlage in Serie.

So schlecht waren die Texaner in fremden Hallen zuletzt vor mehr als zwölf Jahren im November 1999. «Es ist Zeit für eine Veränderung», forderte Jason Terry, der mit 23 Punkten noch der beste Mavs-Werfer war, «wir sind im Moment kein Team. Wir werden nicht gut sein, bis wir wieder ein Team werden und an beiden Enden des Courts zusammen spielen.» Wie die gesamte Mannschaft zeigte Nowitzki eine mäßige Leistung, traf fünf von 13 Feldwürfen für 13 Punkte.

Dem ältesten Team der NBA sind die Strapazen des engen Zeitplans in der verkürzten Basketball-Saison immer mehr anzumerken. Seit der Pause für das Allstar-Game absolvierte Dallas in elf Tagen acht Partien, verlor davon sechs.

Nachdem Nowitzki schon vor einer Woche im Anschluss an die Niederlage bei den New Orleans Hornets, dem Schlusslicht im Westen, den «tiefsten Tiefpunkt» erreicht sah, lief auch gegen das zweitschlechteste Team der Conference von Beginn an nichts zusammen. Die Mavs leisteten sich 17 Ballverluste und eine Dreierquote von 27 Prozent. «Wir müssen besser auf den Ball aufpassen. Wir hatten frühe Turnovers und sind nie wieder aus dem Loch herausgekommen», schimpfte Dallas-Coach Rick Carlisle.

Auf Platz sieben im Westen abgerutscht droht damit sogar erstmals seit der Saison 1999/2000 das jähe Aus vor den Playoffs. Der Vorsprung auf die neuntplatzierten Minnesota Timberwolves beträgt nur noch zwei Siege. «Dallas sieht nicht so aus, als ob sie es momentan draufhätten», sagte die Basketball-Legende Earvin «Magic» Johnson schon während der Niederlagenserie, «ihnen fehlt die Härte, die robusten Jungs.» Nach dem dritten Auswärtsspiel binnen drei Tagen bei den Golden State Warriors stehen für Nowitzki und Co. zumindest zwei langersehnte Ruhetage auf dem Programm.

Auch der zweite deutsche Nationalspieler Chris Kaman kassierte mit den abgeschlagenen Hornets gegen die Denver Nuggets eine 97:110-Niederlage. Dabei steht weiter ein Wechsel des Centers vor dem Schließen des Transferfensters am Donnerstag im Raum. Rund ein Dutzend Teams, darunter die Miami Heat, soll an Kaman interessiert sein. «Es ist hart. Diese Situation hatte ich noch nie», sagte der 29-Jährige zuletzt dem Internetportal si.com, «aber so bitter, wütend oder frustriert man auch ist, muss man professionell sein und seinen Job machen.»

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