Entscheidung über Fan-Aussperrung erst nach Ostern

Hamburg (dpa) - Die Beschwerde des FC St. Pauli gegen das Urteil des Hamburger Verwaltungsgerichts, dass der Fußball-Zweitligist für das Heimspiel gegen Hansa Rostock keine Eintrittskarten an Gäste-Fans verkaufen darf, wird erst nach Ostern verhandelt.

«Gehen Sie davon aus, dass das vor den Feiertagen nicht mehr geschehen wird», sagte einen Sprecherin des nun zuständigen Oberverwaltungsgerichts Hamburg am Mittwoch. Dort war die vom FC St. Pauli am Vorabend angekündigte Beschwerde noch gar nicht eingegangen.

Am Montag hatte das Verwaltungsgericht Hamburg den vorausgegangenen Einspruch des Kiez-Clubs zurückgewiesen, nachdem die Hamburger Polizei dem FC St. Pauli untersagt hatte, Rostock 2500 Sitz- und Stehplatzkarten zur Verfügung zu stellen. Die brisante Partie findet am 22. April im Hamburger Millerntor-Stadion statt.

«Insbesondere wegen der Folgen für weitere Spiele und den gesamten Profi-Fußball können wir die Entscheidung so nicht hinnehmen und werden weitere Rechtsmittel einlegen», begründete St. Paulis Vizepräsident Gernot Stenger das Vorgehen seines Vereins. In der Vergangenheit war es bei Duellen zwischen diesen beiden Clubs zu gewalttätigen Auseinandersetzungen der Anhänger gekommen.

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