F1 verdreht: Am Tag schlafen, nachts arbeiten

Singapur (dpa) - Der Kampf um die Pole wird eine Stunde vor Mitternacht entschieden, die Worte zum Sonntag folgen fast zur Morgenstunde. Der Große Preis von Singapur ist etwas für die Nachtschwärmer unter den Formel-1-Piloten.

Sechs Stunden beträgt zwar der Zeitunterschied, die Uhren von Vettel & Co ticken aber weiter im Europa-Rhythmus. «In der Praxis heißt das: Ich schlafe so bis 14 Uhr und stehe dann langsam auf», erklärt Titelverteidiger und WM-Spitzenreiter Sebastian Vettel.

Es sei interessant, dass man in der Nacht zuvor manchen Kollegen noch bis vier oder fünf Uhr morgens in irgendeiner Hotelbar treffe. «Natürlich mit harmlosen Getränken», betonte der Red-Bull-Pilot. Während die Fahrer tagsüber mit runtergelassenen Rollos ein bisschen Nachtatmosphäre imitieren, erstrahlt der 5,073 Kilometer lange Kurs abends in gleißendem Licht.

Singapur macht die Nacht zum Tag: Das Rennen am Sonntag endet gegen 22.00 Uhr Ortszeit, die Qualifikation erst um 23.00 Uhr. Während die letzten Fahrer noch in den Presserunden ihre Erklärungen abgeben und in den Nachbesprechungen mit ihren Teams das Geschehen auswerten, bricht in dem boomenden Stadtstaat schon wieder der neue Arbeitstag an.

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