FIFA-Milliarden-Deal: Grindel sieht noch viel Klärungsbedarf
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Mächtigter Mann im Weltfußball: FIFA-Präsident Gianni Infantino. Foto: Matthias Schrader/AP
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Leipzig (dpa) - DFB-Präsident Reinhard Grindel hat nach den Berichten über pikante Details des geplanten FIFA-Mega-Deals seine Kritik am Vorgehen von Weltverbandschef Gianni Infantino erneuert.

Das Problem an dem Projekt sei, «dass wir auch nach acht Monaten noch über die genauen Grundlagen dieses ominösen Angebots spekulieren», sagte Grindel der Deutschen Presse-Agentur.

«Süddeutsche Zeitung» und WDR hatten berichtet, dass es bei der Milliarden-Offerte von weiter namentlich nicht bestätigten Geldgebern nicht nur um Sponsoring und Namensrechte an einer reformierten Club-WM und einer globalen Nations League, sondern auch um den Verkauf von weiteren Lizenzrechten des Fußball-Weltverbandes gehe. Angeblich beläuft sich das Gesamtvolumen auf 25 Milliarden Dollar.

FIFA-Council-Mitglied Grindel hob nochmals die Kontrollfunktion der europäischen Delegierten im Rat des Fußball-Weltverbandes hervor. Man habe verhindert, dass Infantino ein «Mandat ins Blaue» erhalten habe. Die einberufene Task Force müsse nun zunächst die Machbarkeit der sportlichen Wettbewerbe prüfen. Erst dann könne man die weiteren Rahmenbedingungen und auch das gesamte Geschäftsmodell bewerten.

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