Suárez-Anwälte wollen wegen Sperre CAS anrufen

Montevideo (dpa) - Nach dem Scheitern des Einspruchs gegen die drastische FIFA-Strafe für Uruguays Stürmerstar Luis Suárez wollen dessen Anwälte nun vor den Internationalen Sportgerichtshof CAS ziehen.

«Es gibt einen Weg zu gehen. Wir glauben, dass eine Wende möglich ist», sagte der Jurist Alejandro Balbi in Montevideo. Balbi gehört dem Exekutivkomitee des uruguayischen Fußballverbandes AUF an. Er setze große Hoffnung in den CAS in Lausanne, weil es sich dabei um ein unabhängiges Gericht handele. Es habe dort bereits erfolgreiche Einsprüche gegeben.

Der Weltverband FIFA hatte am 10. Juli mitgeteilt, dass seine Berufungskommission die Entscheidung der Disziplinarkommission vom 25. Juni bestätigt habe. Suárez war nach seiner Beißattacke im WM-Spiel gegen Italien (1:0) für neun Pflicht-Länderspiele gesperrt und für vier Monate von allen Fußball-Aktivitäten ausgeschlossen worden.

Damit ist Suárez nicht nur für die komplette Copa América 2015 gesperrt, sondern fehlt auch mindestens in den ersten beiden Qualifikationsspielen zur WM 2018 - je nachdem, wie erfolgreich Uruguay bei der Copa spielt. Suárez und seine Anwälte haben zehn Tage Zeit, die Begründung von der FIFA anzufordern. Dann läuft eine Frist von 21 Tagen, bis die Beschwerde beim CAS vorliegen muss.

FIFA-Mitteilung

Urteil der Disziplinarkommission vom 25. Juni

FIFA Berufungskommission

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