Terrys Anwalt: Ferdinand kein verlässlicher Zeuge

London (dpa) - Der englische Fußball-Nationalspieler John Terry hat die gegen ihn erhobenen Rassismus-Vorwürfe vor Gericht erneut zurückgewiesen.

Bei einem ähnlichen Vorfall würde er heute sofort zum Schiedsrichter gehen, sagte der 31 Jahre alte Verteidiger vom FC Chelsea am zweiten Verhandlungstag in London. Sein Anwalt George Carter-Stephenson beantragte, das Verfahren einzustellen. Es sei im Nachhinein nicht mehr sicher festzustellen, was am fraglichen Tag gesagt wurde, und Terrys Gegenspieler Anton Ferdinand sei kein verlässlicher Zeuge.

Terry muss sich seit dem 9. Juli für einen Streit mit Ferdinand bei einem Spiel im Oktober 2011 verantworten. Er soll den dunkelhäutigen Ferdinand mit einem rassistischen Kommentar beleidigt haben. In dem Prozess, der bis zu diesem Freitag dauern könnte, droht Terry eine maximale Geldstrafe von 2500 Pfund (rund 3000 Euro).

Vor Gericht wurde ein Interview vorgespielt, das Terry kurz nach dem Vorfall dem englischen Fußballverband gegeben hatte. Darin sagte er unter anderem: «Man hat mich in meiner Fußballkarriere und außerhalb des Spielfelds vieles genannt, aber ich lasse mich nicht Rassist nennen. Ich werde nicht zulassen, dass Anton oder irgendjemand sonst so was von mir denkt. Das entspricht einfach nicht meinem Charakter.»

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