Vettel: «In starker Position, aber WM noch offen»

Monza (dpa) - Sebastian Vettel sieht sich trotz seines Riesenvorsprungs noch nicht als Formel-1-Weltmeister. «Wir sind in einer sehr starken Position, aber die WM ist noch offen», sagte der Titelverteidiger am Donnerstag in Monza vor dem Großen Preis von Italien.

Vettel schaue von Rennen zu Rennen und wolle jeweils das Punktemaximum erreichen. Er erklärte, Red Bull habe es verdient, in dieser guten Position zu sein: «Wir haben hart gearbeitet und kaum Fehler gemacht. Aber das ist noch keine Garantie.» Zudem gebe es noch einiges, was das Team verbessern könne. Das letzte Jahr habe gezeigt, wie schnell sich im WM-Rennen die Lage verändern können. Damals hatte es häufige Wechsel in der WM-Führung gegeben und Vettel hatte beim Saisonfinale in Abu Dhabi überraschend und glücklich noch den Titel geholt.

In dieser Saison sei es etwas anders, räumte der 24 Jahre alte Heppenheimer mit Blick auf seinen scheinbar uneinholbaren Vorsprung ein. Vettel (259 Punkte) führt vor dem 13. Saisonlauf am Sonntag (Start: 14.00 Uhr/RTL und Sky) mit 92 Zählern vor seinem australischen Teamkollegen Mark Webber (167). Der Gesamtdritte Fernando Alonso (157) liegt im Ferrari schon 102 Punkte zurück.

Vettel schätzt seine Siegchancen in Monza zurückhaltend ein. «Die Strecke liegt unserem Auto nicht so wie andere.» Aber generell habe sich Red Bull auf Strecken verbessert, «wo wir die Jahre zuvor deutliche Schwächen hatten». 2008 hatte er mit dem B-Team Toro Rosso auf dem Hochgeschwindigkeitskurs sensationell seinen ersten Grand Prix gewonnen.

SOCIAL BOOKMARKS