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DEL: Schweigeminute nach Dietrich-Tod geplant

Köln (dpa) - Die Deutsche Eishockey-Liga (DEL) hat als Reaktion auf den Tod von Nationalspieler Robert Dietrich beim Flugzeugabsturz in Russland für den Saisonauftakt eine Schweigeminute in allen Stadien angekündigt. Zudem sollen alle Teams am ersten Spieltag mit Trauerflor an den Trikots auflaufen. «Das ist eine Selbstverständlichkeit und wird jetzt mit den Clubs koordiniert. Noch ist nichts entschieden, aber das ist sehr wahrscheinlich», sagte DEL-Geschäftsführer Gernot Tripcke am Donnerstag der Nachrichtenagentur dpa.

Dietrich-Tod: Adler Mannheim tief bestützt

Mannheim (dpa) - Nach dem Tod von Eishockey-Nationalspieler Robert Dietrich beim Flugzeugabsturz in Russland ist die Bestürzung bei seinem Ex-Verein Adler Mannheim groß. «Hier trauern alle - von der Geschäftsstelle über die Kabine bis hin zur ganzen Stadt», sagte Adler-Manager Teal Fowler am Donnerstag. «Wir hatten regelmäßigen E-Mail-Kontakt mit ihm», sagte Fowler. «Nicht zuletzt, weil wir gehofft haben, er würde irgendwann wieder das Adler-Trikot tragen.»

Eishockey-Bund geschockt über Dietrichs Tod

München (dpa) - Der Deutsche Eishockey-Bund (DEB) befindet sich auch am Tag nach der Flugzeugkatastrophe in Russland und dem Tod von Nationalspieler Robert Dietrich im Schockzustand. «Das ist nicht nur für das deutsche Eishockey ein ganz schwerer Schlag. Es waren ja insgesamt neun Nationen betroffen. Für uns steht zur Zeit die menschliche Tragödie im Vordergrund, angesichts von 43 betroffenen Familien», sagte DEB-Präsident Uwe Harnos der Nachrichtenagentur dpa am Donnerstag.

Hammam-Berufungsverhandlung am 15. September

Frankfurt/Main (dpa) - Der Einspruch des ehemaligen FIFA-Präsidentschaftskandidaten Mohamed bin Hammam gegen seine lebenslange Sperre wird am 15. September in Zürich verhandelt. Ob der wegen Korruption von allen Ämtern ausgeschlossene Ex-Funktionär aus Katar selbst zu der Anhörung im Hauptquartier des Fußball-Weltverbandes erscheint oder sich von seinen Anwälten vertreten lässt, ist offen. Bin Hammam war am 23. Juli von der FIFA-Ethikkommission der Korruption schuldig gesprochen und lebenslang gesperrt worden.

Gomez wieder fit - Warten auf Robben-Rückkehr

München (dpa) - Mario Gomez hat seine Oberschenkelprobleme überwunden und will mit dem FC Bayern München am Samstag (15.30 Uhr) gegen den SC Freiburg die Tabellenspitze verteidigen. «Wir müssen gewinnen. Es wird aber nicht einfach, weil wir erst am Freitag das erste Mal wieder vollständig sein werden im Training», sagte Gomez am Donnerstag in München mit Blick auf die vielen Länderspiel-Abstellungen des deutschen Fußball-Rekordmeisters. Gomez war daheim geblieben und hatte seine muskulären Probleme auskuriert. «Es ist immer besser, wenn man sich die ganze Woche auf das Spiel vorbereiten kann», meinte er.

Schalke-Gegner Larnaca muss Stadion wechseln

Gelsenkirchen (dpa) - AEK Larnaca muss für das Spiel in der Europa League am 20. Oktober gegen den FC Schalke 04 umziehen. Wie der Fußball-Bundesligist mit Verweis auf eine Mitteilung des europäischen Verbandes (UEFA) am Donnerstag bekanntgab, wird die Partie im GSP-Stadion von Nikosia ausgetragen. Die Heimstätte der Zyprioten, der «Gymnastic Club Zenon», entspreche nicht den erforderlichen Bestimmungen. Deshalb sei der Umzug in die Hauptstadt Zyperns erforderlich. Das GSP-Stadion ist mit 22 859 Plätzen die größte Arena der Mittelmeerinsel. Auch Olympiakos Nikosia, APOEL Nikosia und Omonia Nikosia tragen dort ihre Heimspiele aus.

DBB-Präsident: Sonntag nicht letztes Nowitzki-Spiel

Vilnius (dpa) - DBB-Präsident Ingo Weiss ist zuversichtlich, dass die Ära von NBA-Champion Dirk Nowitzki im Nationaltrikot auch bei einem vorzeitigen EM-Ausscheiden noch nicht vorbei ist. «Wir werden Dirk Nowitzki für den deutschen Basketball mit Sicherheit noch in dem einen oder anderen Spiel sehen», sagte Weiss am Donnerstag in Vilnius. «Dirk ist immer für eine Überraschung gut. Und der Deutsche Basketball Bund ist es auch.» Es gilt aber als sehr unwahrscheinlich, dass Nowitzki bei einer verpassten Olympia-Qualifikation in den kommenden Jahren für Deutschland aufläuft.

Arminia Bielefeld beruft Interims-Geschäftsführer

Bielefeld (dpa) - Pressesprecher und Team-Manager Marcus Uhlig übernimmt beim Fußball-Drittligisten Arminia Bielefeld nach dem Ausscheiden von Ralf Schnitzmeier vorübergehend auch die Position des Geschäftsführers. Das teilte der Verein am Donnerstag mit. Die Bielefelder hatten sich am 16. August aus internen Gründen von Schnitzmeier getrennt. Uhlig soll so lange im Amt bleiben, bis ein geeigneter Nachfolger gefunden ist. Bei der außerordentlichen Mitgliederversammlung des Zweitliga-Absteigers an diesem Sonntag soll unter anderem ein neues Präsidium gewählt werden.

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