dpa-Nachrichtenüberblick Sport

Medien: Löw bringt Klose, Reus und Schürrle gegen Griechenland

Danzig (dpa) - Joachim Löw plant gegen Griechenland offenbar einen überraschenden Umbau seiner Offensive. Nach Medieninformationen will der Bundestrainer die deutsche Fußball-Nationalmannschaft am Abend im Viertelfinale in Danzig gleich auf drei Positionen verändern. Laut «Bild» wird Miroslav Klose erstmals anstelle von Mario Gomez im Sturmzentrum beginnen. Die «Sport Bild» berichtet zudem, dass auf den Außenpositionen der Gladbacher Marco Reus für Thomas Müller und der Leverkusener André Schürrle für Lukas Podolski auflaufen sollen.

Vogts nennt mögliches Trainer-Engagement in Polen «Spekulation»

Baku/Kiew (dpa) - Ex-Bundestrainer Berti Vogts hat die Diskussion über ein mögliches Engagement in Polen als reine Spekulation bezeichnet. «Ich besitze noch einen Zweijahresvertrag als Nationaltrainer von Aserbaidschan und habe derzeit zweifellos die Absicht, meine dortigen Verpflichtungen einzuhalten», sagte Vogts nach Angaben von Medien in der Hauptstadt Baku. Im Fußball könne «natürlich alles passieren», betonte der 65-Jährige am Freitag. «Aber ich habe keine Verhandlungen mit Polen geführt.» Vogts ist nach Angaben des Fußballverbands PZPN in Warschau als möglicher Nachfolger von Nationaltrainer Franciszek Smuda im Gespräch.

Lob für Podolski vom künftigen Club-Coach

Danzig (dpa) - Lukas Podolski hat von seinem künftigen Vereinstrainer ein großes Lob für seine Leistungen bei der Fußball-Europameisterschaft erhalten. «Ich denke, Lukas hat sehr gut für seine Kollegen gearbeitet - er hat einen fantastischen Job für das Team erledigt. Ich bin sehr zufrieden mit dem, was ich gesehen habe», sagte der Franzose Arsene Wenger am Freitag dem Internetportal eurosport.yahoo.de. Podolski wechselt zur kommenden Saison vom Bundesliga-Absteiger 1. FC Köln zum Londoner Traditionsclub FC Arsenal in die englische Premier League. EM-Zwischenbilanz von DFB-Chef Niersbach: «Total positiv»

Danzig (dpa) - DFB-Präsident Wolfgang Niersbach hat der Fußball-Europameisterschaft ein glänzendes Zwischenzeugnis ausgestellt. «Unser Fazit: Total positiv», sagte der Chef des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) am Freitag im ARD-«Morgenmagazin». Niersbach lobte vor allem die EM-Gastgeber Polen und Ukraine. «Die Organisation und die Stadien sind klasse», schwärmte der 61-Jährige. Auch die Gastfreundschaft sei in beiden Ländern «überwältigend».

Turnierdirektor Kallen: Kein Qualitätsverlust bei EM mit 24 Teams

Warschau (dpa) - Turnierdirektor Martin Kallen hat Sorgen vor einem möglichen Qualitätsverlust bei der EM-Erweiterung auf 24 Mannschaften zurückgewiesen. «Im Moment sind die besten hier, aber es gibt auch gute Teams, die nicht hier sind», sagte Kallen am Freitag in Warschau. Der Turnierdirektor der Fußball-Europameisterschaft in Polen und der Ukraine zählte unter anderen die Schweiz, Rumänien, Bulgarien, Norwegen und Schottland auf. In vier Jahren wird bei der EM in Frankreich erstmals mit 24 Mannschaften gespielt.

Wechsel des Tschechen Gebre Selassie zu Werder perfekt

Bremen (dpa) - Der Wechsel von Theodor Gebre Selassie zu Werder Bremen ist perfekt. Der tschechische Fußball-Nationalspieler, der am Donnerstagabend mit seinem Team im EM-Viertelfinale gegen Portugal 0:1 verloren hatte, unterzeichnete beim Bundesligaclub einen Vertrag bis zum 30. Juni 2016. Bisher hatte der 25 Jahre alte Abwehrspieler für den tschechischen Meister Slovan Liberec verteidigt.

EM-Referee Kassai kann Torklau «kaum ertragen»

Budapest (dpa) - EM-Schiedsrichter Viktor Kassai ist nach seinem schweren Fehler beim «Torklau von Donezk» untröstlich. «Ich kann es kaum ertragen, was passiert ist», wurde der Referee auf der Internetseite des ungarischen Fußballverbands zitiert. Kassai hatte im letzten EM-Vorrundenspiel zwischen der Ukraine und England einen klaren Treffer der Gastgeber nicht anerkannt, weil Torrichter Istvan Vad ihm kein entsprechendes Signal gegeben hatte. Die Ukraine verlor die Partie 0:1 und schied aus.

Baros erklärt Rücktritt aus Tschechiens Nationalmannschaft

Warschau (dpa) - Der Tscheche Milan Baros hat nach der EM-Viertelfinal-Niederlage gegen Portugal (0:1) seinen Rücktritt aus der Fußball-Nationalmannschaft erklärt. «Bary hat nach dem Spiel in der Kabine erklärt, dass er aufhört. Alle haben ihm für seinen elfjährigen Einsatz gedankt», teilte Verbandssprecher Jaroslav Kolar am Freitag in Warschau mit. Der 30 Jahre alte Stürmer von Galatasaray Istanbul ist mit 41 Toren in 93 Länderspielen zweitbester Torschütze der Nationalmannschaft hinter Jan Koller (55). Bei der EM 2004 wurde Baros mit fünf Treffern Torschützenkönig.

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