Bundesregierung: «Armutsbericht zeichnet realistisches Bild»

Berlin (dpa) - Die Bundesregierung hat den Vorwurf zurückgewiesen, dass der Entwurf ihres neuen Armuts- und Reichtumsberichts geschönt sei.

Sobald der - bislang nicht fertiggestellte - Bericht vorliege, werde erkennbar sein, dass er «ein realistisches, problembewusstes Bild über Armut und Reichtum in Deutschland zeichnet», sagte Regierungssprecher Steffen Seibert am Mittwoch in Berlin. Die «Süddeutsche Zeitung» hatte berichtet, kritische Passagen zur Lage im Land seien in der regierungsinternen Abstimmung gestrichen worden.

Der Bericht beleuchtet die Entwicklung zwischen 2007 und 2011. In diesem Zeitraum habe es «einige sehr positive Entwicklungen» gegeben, etwa beim Abbau der Arbeitslosigkeit. Auch die Spreizung der Einkommen habe sich «nicht verstärkt», sagte Seibert. Nach seiner Einschätzung ist die Einkommensverteilung in Deutschland gerecht. In der überarbeiteten Version fehlt der noch in der ersten Fassung vom September enthaltene Satz «Die Privatvermögen in Deutschland sind sehr ungleich verteilt».

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