Bundesregierung kritisiert Tötung von Zivilisten

Berlin (dpa) - Die Bundesregierung hat eindringlich an Israelis und Palästinenser appelliert, bei den Kämpfen im Gazastreifen Zivilisten zu verschonen.

Es seien bereits viel zu viele Unschuldige ums Leben gekommen, erklärte der Sprecher des Auswärtigen Amtes, Martin Schäfer, im Namen von Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) in Berlin. «Uns geht es darum, dass von beiden Seiten alles unternommen wird, Opfer unter Zivilisten zu vermeiden» - und dass die Kämpfe möglichst schnell beendet würden.

Israel habe jedes Recht, seine Bevölkerung gegen Raketenbeschuss aus dem Gazastreifen zu verteidigen, wiederholte Schäfer die Position der Bundesregierung. Aber: «Gleichzeitig muss alles dafür getan werden, weitere Opfer unter Zivilisten zu vermeiden.» Das gelte genauso für die Palästinenser. Die Hamas und andere radikalislamische Gruppierungen machten ihre eigenen Bürger zur Geisel, indem sie dort Raketenabwehranlagen aufstellten, wo Zivilisten ihrem Alltag nachgingen. «Das ist inakzeptabel, weil man damit die eigene Bevölkerung zu menschlichen Schutzschilden macht.»

Seit Beginn der israelischen Offensive gegen die radikalislamische Hamas im Gazastreifen vor zwei Wochen beklagen die Palästinenser mehrere Hundert Tote. Die Hamas beschießt Israel weiter mit Raketen.

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