EU-Parlamentspräsident entsetzt über Gewalt in Ägypten

Brüssel (dpa) - Angesichts der neuen Eskalation der Gewalt in Ägypten hat sich EU-Parlamentspräsident Martin Schulz entsetzt gezeigt. «Ich bedaure, dass es die Sicherheitskräfte vergangene Nacht versäumt haben, das Leben so vieler Ägypter zu schützen», erklärte Schulz in einer Mitteilung.

Bei Zusammenstößen von Islamisten und Sicherheitskräften gab es viele Verletzte und Tote. «Ich bedaure es auch, dass gegensätzliche Kräfte in Abwesenheit eines demokratischen Mandats die Massen als Mittel benutzen, um ihre Ansprüche zu legitimieren, mit verheerenden Folgen», hieß es weiter. Schulz appellierte an die Führungspersönlichkeiten der streitenden Gruppen, sich für «Ruhe und Dialog» einzusetzen. Er forderte zudem die Freilassung aller politischen Gefangenen, den gestürzten Präsidenten Mohammed Mursi und seine Berater eingeschlossen.

Mitteilung von Schulz (auf Englisch)

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