Obama: USA werden weiter größter Entwicklungshelfer bleiben

New York (dpa) - Die USA verpflichten sich nach Worten von US-Präsident Barack Obama, auch weiter das Land mit der größten Entwicklungshilfe zu bleiben.

«Die Welt kann auf die Freundschaft und Großzügigkeit des amerikanischen Volkes vertrauen», sagte Obama vor der UN-Vollversammlung in New York. «Dabei geht es nicht um Almosen, sondern um eine der klügsten Investitionen in unsere eigene Zukunft. Ich bin davon überzeugt, dass viele Konflikte, Flüchtlingskrisen und Invasionen hätten verhindert werden können, wenn die Staaten mehr in ihre Kinder investiert hätten.»

Obama versprach, dass er sich auch nach seiner Zeit als Präsident aktiv für die Erreichung der am Freitag offiziell verabschiedeten UN-Nachhaltigkeitsziele einsetzen werde, mit denen bis 2030 Hunger und Armut in der Welt beseitigt werden sollen. «Das ist nicht nur eine Aufgabe für Politiker, sondern für uns alle.» Die Ziele seien ehrgeizig, aber erreichbar.

Obama sagte aber auch, dass sich die Entwicklungspolitik ständig selbst überprüfen müsse. «Wir müssen aus der Vergangenheit lernen und uns fragen, wo Geber und wo Nehmer Fehler gemacht haben. Und dann müssen wir bei den erfolgreichen Punkten unsere Bemühungen verdoppeln und bei den weniger guten Methoden etwas ändern.» Dazu gehöre auch, eine Unterscheidung in Entwicklungsländer und entwickelte Länder aufzugeben. «Denn es gibt in jedem Land eine Lücke zwischen armen und reichen Menschen und in jedem Land müssen wir dagegen kämpfen.»

Nachhaltige Entwicklung wird nach den Worten von Obama vor allem von Kriegen, dem Klimawandel, Korruption und Ungleichheit behindert. «Die reichsten und mächtigsten in unseren Gesellschaften haben es gerne, wenn die Dinge so bleiben, wie sie sind.» Außerdem sei das Potenzial von Afrika noch nicht ausreichend erkannt worden. Auch die Gleichstellung von Männern und Frauen sei vielerorts noch nicht gegeben. Das seien «veraltete Ansichten», kritisierte Obama. «Ich habe keine Geduld mit der Ausrede: «Wir machen das auf unsere eigene Art und Weise.» Wir wissen, dass es in jeder Gesellschaft eine lange Tradition der Diskriminierung von Frauen gibt, aber das ist keine Ausrede dafür, dass man nicht auch einen neuen Weg gehen kann.»

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