Porträt: Henrique Capriles Radonski

Caracas (dpa) - Auch im zweiten Anlauf kam er nicht zum Zuge: Klar hatte Henrique Capriles Radonski im Oktober 2012 gegen Staatschef Hugo Chávez verloren.

Jetzt unterlag der Hoffnungsträger der Opposition in Venezuela dem Chávez-Ziehsohn Nicolás Maduro nur äußerst knapp. Der 40-Jährige ist locker im Umgang, leger im Auftritt, aber hart in der Sache. Trotz seiner verhältnismäßig jungen Jahre gilt er als alter Hase im Politikgeschäft.

Der Jurist begann seine Karriere 1998 als Abgeordneter. Er wurde jüngster Präsident der Abgeordnetenkammer, dann Bürgermeister in Baruta, einer Ortschaft im Großraum Caracas. 2008 eroberte Capriles den Posten des Gouverneurs im Bundesstaat Miranda, den er im Dezember 2012 klar verteidigte. Der Single und praktizierende Katholik ist Nachkomme jüdischer Holocaust-Überlebender.

Capriles, der Fußball mag, Baseball und Basketball aber vorzieht, musste sich in beiden Wahlkämpfen 2012 und 2013 wüste Beschimpfungen aus dem gegnerischen Lager gefallen lassen. «Bourgeois», «Faschist», «Handlanger des Yankee-Imperiums» (USA) und «Mittelmäßiger», waren einige der Titel, die ihm die Chavistas verpassten.

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