Rückblick: Der Südkaukasus-Krieg mit Georgien

Kiew (dpa) - Die Entwicklung auf der ukrainischen Halbinsel Krim erinnert an den Konflikt zwischen Russland und Georgien, der 2008 zum Krieg im Südkaukasus führte.

Das an Russland grenzende Südossetien hatte sich 1990 faktisch von der Kaukasusrepublik Georgien abgespalten. Auf bewaffnete Auseinandersetzungen folgte 1994 eine brüchige Waffenruhe. Nach dem Einmarsch georgischer Truppen im August 2008 begann eine russische Offensive zum Schutz eigener Bürger.

Im Zuge des Krieges verlor Georgien auch endgültig die Kontrolle über die Schwarzmeer-Region Abchasien, die sich ebenfalls von der Zentralregierung losgesagt hatte. Die Georgier mussten sich zurückziehen, und die weitgehend von Russland abhängigen Gebiete erklärten ihre Souveränität. Moskau erkennt Südossetien und Abchasien als Staaten an, EU und USA betrachten sie als Teile Georgiens.

Die Änderung der russischen Militärdoktrin 2010 war eine Folge des Südkaukasus-Krieges. Sie erlaubt Moskau seither den Einsatz von Streitkräften im Ausland zum Schutz eigener Bürger.

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