Seoul sieht Nordkorea hinter Hackerangriff auf Banken und Sender

Seoul (dpa) - Südkorea macht Nordkorea für einen massiven Cyberangriff auf die Computernetze mehrerer einheimischer Sender und Banken im März verantwortlich.

Das Vorgehen bei den Attacken gleiche der Methode, die Nordkorea bei früheren Hackerangriffen angewandt habe, erklärte das Wissenschaftsministerium in Seoul am Mittwoch auf der Grundlage erster Ermittlungen. Dahinter könnte das militärische Aufklärungsbüro des Nachbarlandes stecken.

Über IT-Adressen im Ausland seien bösartige Codes in den betroffenen Computern abgelegt worden, hieß es. Südkorea beschuldigt Pjöngjang, in den vergangenen Jahren eine Reihe von Cyberangriffen auf Websites von Behörden und Finanzinstituten des Landes unternommen zu haben.

Bei einem spektakulären Angriff am 20. März waren neben Tausenden von Computern bei den Sendern KBS, MBC und dem Nachrichtenkanal YTN auch die Netze von drei südkoreanischen Banken lahmgelegt worden. Bei weiteren Attacken an den darauffolgenden Tagen waren Server von YTN und Websites einiger Anti-Pjöngjang-Organisationen betroffen.

Der Vorwurf Seouls kam zu einem Zeitpunkt, da die Lage auf der koreanischen Halbinsel extrem gespannt ist. Nordkorea hatte in den vergangenen Wochen wiederholt Kriegsdrohungen ausgestoßen.

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