Snowdens Asylanträge und die internationalen Reaktionen

Berlin (dpa) - Der Ex-Geheimdienstler Edward Snowden hat nach seinen Enthüllungen 21 Länder um politisches Asyl gebeten. Seinen Antrag für Russland zog der US-Bürger wieder zurück, nachdem Präsident Wladimir Putin Bedingungen gestellt hatte.

Die meisten anderen Länder reagierten am Dienstag zurückhaltend. Deutschland sieht keine Voraussetzung für eine Aufnahme des 30-Jährigen. Der Stand der Dinge am frühen Abend:

- Viele Staaten argumentieren mit formalen Mängeln. Asylanträge dürften nicht im Ausland, sondern müssten im Lande selber gestellt werden. Dazu gehören neben Deutschland auch Finnland, Irland, Norwegen, Österreich, Polen und Spanien. Auch Ecuador, wo Snowden nach seiner Flucht aus Hongkong Asyl beantragt hat, rückt mittlerweile von ihm ab. In Deutschland wird er kein Asyl erhalten. Klare Absagen gab es auch aus Brasilien und Indien.

- Aus anderen Ländern heißt es, ein offizieller Asylantrag liege bisher nicht vor. Dazu gehören: Bolivien, Frankreich, die Schweiz und Venezuela.

- Keine offizielle Stellungnahme gab es bis Dienstagnachmittag aus China, Island, Italien, Kuba, Nicaragua und den Niederlanden.

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