Städtetagspräsident: Krippenausbau muss weitergehen

Bayreuth (dpa) - Der Präsident des Deutschen Städtetags, Ulrich Maly (SPD), hält den von der Bundesregierung berechneten Bedarf an Kinderkrippenplätzen für nicht ausreichend.

Der Bund gehe von einer Versorgungsquote von 39 Prozent aus. «Ich bin aber für folgende Zählung: Wenn das letzte Kind, das einen Platz braucht, einen bekommen hat, dann sind wir fertig», sagte Maly am Rande eines Treffens des Bayerischen Städtetags am Donnerstag in Bayreuth. Er gehe von einem Anteil von 50 Prozent aus; in manchen Städten werde der Bedarf an Krippenplätzen aber auch deutlich höher liegen.

Die Lebenswirklichkeit der Menschen habe sich verändert, betonte der Oberbürgermeister von Nürnberg. Frauen wollten sich nicht mehr zwischen Beruf und Familie entscheiden müssen. Der Bund müsse die Kommunen deshalb weiter beim Krippenausbau unterstützen. «Das ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe von Bund, Ländern und Kommunen.»

Bundesfamilienministerin Kristina Schröder (CDU) erklärte am Donnerstag, die Ziele der Regierung beim Ausbau des Betreuungsangebots würden erreicht werden.

Daten Statistisches Bundesamt zur Kinderbetreuung

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