Fatih Akin erhält Bochumer Peter-Weiss-Preis

Bochum (dpa) - Der Filmemacher Fatih Akin (39) hat am Donnerstagabend im Bochumer Schauspielhaus den Kulturpreis der Stadt Bochum erhalten. Der Peter-Weiss-Preis ist mit 15 000 Euro dotiert. Die Stadt würdigte damit unter anderem sein Interesse an interkultureller Toleranz und Verständigung.

Der türkischstämmige Akin habe mit seinen Werken immer wieder den Blick auf die Heimat seiner Vorfahren gelenkt und mit «Gegen die Wand» und «Crossing the Bridge - The Sound of Istanbul» auch Filme über das Leben in der modernen Türkei geschaffen. Akins Ausflüge ins Dokumentarische («Wir haben vergessen zurückzukehren» und «Müll im Garten Eden») und Komödiantische («Soul Kitchen») wiesen ihn als souveränen Wandler zwischen den Genres aus.

Akin wurde als Sohn türkischer Eltern in Hamburg geboren und wuchs dort auf. International bekannt wurde er 2004 mit «Gegen die Wand», für den er unter anderem einen Goldenen Bären und den Europäischen Filmpreis erhielt. Am kommenden Donnerstag kommt in Deutschland sein neuer Film «Müll im Garten Eden» in die Kinos. In der Langzeit-Dokumentation zeigt Akin, wie sich ein kleines Dorf an der türkischen Schwarzmeerküste gegen eine große Mülldeponie wehrt.

Der Bochumer Kulturpreis ist nach dem Schriftsteller Peter Weiss (1916-1982) benannt. Er wird seit 1990 alle zwei Jahre in einer der vier Sparten Literatur, Theater, bildende Kunst und Film vergeben.

Mitteilung der Stadt Bochum vom August

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