Kambodscha erhält Khmer-Statuen aus den USA zurück

Phnom Penh (dpa) - Drei Krieger-Statuen aus dem alten Khmer-Reich sind nach Jahrzehnten aus den USA nach Kambodscha zurückgekehrt.

Die über tausend Jahre alten lebensgroßen Sandstein-Statuen Duryodhana, Bhima und Balarama stammen aus dem Tempelkomplex Koh Ker im Norden des Landes, rund 120 Kilometer entfernt von der Tempelanlage Angkor Wat. Kambodscha hatte die Werke von US-Museen und Auktionshäusern zurückgefordert mit der Vermutung, dass sie in den Bürgerkriegswirren der 70er Jahre gestohlen wurden.

Die Auktionshäuser Sotheby's und Christie's in New York und das Norton Simon Museum in Kalifornien hatten einer Rückgabe zugestimmt. Duryodhana wurde zuvor bei Sotheby's auf den Wert von drei Millionen Dollar (2,2 Mio Euro) geschätzt.

Am Dienstag wurden die drei Krieger feierlich in der Hauptstadt Phnom Penh in Empfang genommen. «Nach einer 40-jährigen Reise, in der sie Bürgerkriege, Raub, Schmuggel und Weltreisen überlebten, haben diese drei ihre Freiheit zurückgewonnen und sind heimgekehrt», sagte Kambodschas Vize-Ministerpräsident Sok An. Sie sollten nun in eine Dauerausstellung im Nationalmuseum ziehen.

Sok An rief weitere Museen und Kunstsammler weltweit auf, «geplünderte Schätze an ihre rechtmäßigen Besitzer» zurückzugeben. Auch im Denver Art Museum und im Cleveland Museum of Art befinden sich Statuen aus Koh Ker. Zum Teil bestreiten die Museen aber, dass diese Raubkunst seien.

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