Lammert: Polit-Talkshows laufen sich tot

Berlin (dpa) - Bundestagspräsident Norbert Lammert (63) hat scharfe Kritik an den politischen Talkshows im Fernsehen geübt. «Die wichtigste Aufgabe des Moderators scheint darin zu bestehen, spätestens dann einzugreifen, wenn sich zu einem ernsthaften Thema eine ernsthafte Debatte entwickelt», sagte der CDU-Politiker dem «Hamburger Abendblatt».

Es gehe in diesen Sendungen vor allem um Unterhaltung und weniger um Information. «Auch die Auswahl der Gäste in diesen Sendungen spiegelt das wider», kritisierte Lammert, der grundsätzlich nicht in solchen Sendungen auftritt.

Er nehme aber mit einer gewissen Beruhigung zur Kenntnis, «dass sich diese Formate zunehmend totzulaufen scheinen». Natürlich müssten sich Politiker auf Massenmedien einlassen, aber nicht auf jeden Hype, so Lammert. «Politiker sind keine Entertainer.»

Interview «Hamburger Abendblatt»

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