Oscars mit vielen Gewinnern - Hauptpreis für «Green Book»
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Produzent und Regisseur Peter Farrelly (M) freut sich über den Oscar in der Kategorie «Bester Film». Foto: Chris Pizzello/Invision/AP
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Hollywood (dpa) - Die 91. Oscar-Verleihung hatte viele strahlende Sieger, aber keinen klaren Gewinner: Das US-Rassismusdrama «Green Book - Eine besondere Freundschaft» wurde bester Film.

Der Mexikaner Alfonso Cuarón erhielt für die Netflix-Produktion «Roma» den Regie-Preis. Und der Musikfilm «Bohemian Rhapsody» belegte mit vier Oscars den Spitzenplatz dieser Gala-Nacht. Die Vertreter der deutschen Filmbranche dagegen verließen mit leeren Händen das Dolby Theatre in Hollywood.

«Green Book» von Regisseur Peter Farrelly erzählt von der ungewöhnlichen Freundschaft zwischen einem schwarzen Musiker und seinem weißen Chauffeur in den USA der 60er Jahre. Dafür gab es neben dem Hauptpreis noch Oscars für das Original-Drehbuch und die männliche Nebenrolle - diese Auszeichnung sicherte sich nach 2017 zum zweiten Mal der Afro-Amerikaner Mahershala Ali.

Alfonso Cuarón stand in der Nacht zu Montag am häufigsten auf der Showbühne: Dort nahm er nicht nur den Regie-Preis, sondern auch den Kamera- und den Auslands-Oscar entgegen. In beiden Kategorien setzte sich sein Schwarz-Weiß-Werk über das Leben einer Familie im Mexiko der 70er Jahre gegen das deutsche Künstlerdrama «Werk ohne Autor» von Florian Henckel von Donnersmarck durch. Bereits 2014 hatte Cuarón zwei Oscars gewonnen: Für die Regie und den Schnitt des Weltraumdramas «Gravity». Donnersmarck hatte 2007 mit dem Stasi-Drama «Das Leben der Anderen» den Preis für den besten nicht-englischsprachigen Film bekommen.

Auch die anderen beiden deutschen Oscar-Träume zerplatzten: Die deutsche Koproduktion «Of Fathers and Sons - Die Kinder des Kalifats» des in Berlin lebenden Syrers Talal Derki war in der Kategorie Dokumentation nominiert gewesen; die Deutsche Pamela Goldammer hatte sich mit dem Fantasyfilm «Border» Hoffnung auf eine Auszeichnung in der Sparte Make-up gemacht.

Der US-Amerikaner Rami Malek gewann für seine Darstellung des Queen-Sängers Freddie Mercury in «Bohemian Rhapsody» die Auszeichnung als bester Hauptdarsteller. Der Musikfilm wurde außerdem in den technischen Kategorien Tonschnitt, Tonmischung und Filmschnitt geehrt.

Die Britin Olivia Colman bekam den Hauptrollen-Oscar für ihre Verkörperung der englischen Königin Anne in der Historiengroteske «The Favourite - Intrigen und Irrsinn». Sie setzte sich dabei gegen die bereits sieben Mal nominierte und stets sieglose Glenn Glose sowie die Sängerin Lady Gaga durch. Die war als Hauptdarstellerin in dem Musikdrama «A Star Is Born» nominiert - und gewann schließlich mit dem Titelsong «Shallow» ihren ersten Oscar.

Als beste Nebendarstellerin wurde die Afro-Amerikanerin Regina King für ihre Rolle einer kämpferischen Mutter in dem Drama «If Beale Street Could Talk» ausgezeichnet. Die Marvel-Comic-Verfilmung «Black Panther» erhielt drei Oscars für das Kostüm- und Produktionsdesign sowie die Filmmusik. Regisseur Spike Lee gewann einen Oscar für die Drehbuchadaption zu seiner Politsatire «BlacKkKlansman» und hielt eine flammende Rede gegen Rassismus und Hass.

Die 91. Oscar-Verleihung hatte diesmal keinen festen Moderator, dadurch fiel die Gala deutlich straffer und geschäftsmäßiger aus als in früheren Jahren. Show-Höhepunkte und ausgefeilte Gags fehlten größtenteils. Lediglich die musikalischen Beiträge sorgten für Stimmung - so startete die Band Queen mit den Hymnen «We Will Rock You» und «We Are The Champions» rockig in die Gala, danach legten etwa Bette Midler sowie Lady Gaga und Bradley Cooper nach. Doch für ein Show-Feuerwerk reichte das nicht.

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Julia Roberts hat den Oscar für den «Besten Film» überreicht. Foto: Chris Pizzello/Invision/AP
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Beste Kamera, beste Regie und bester nicht-englischsprachiger Film: Alfonso Cuarón mit seinen Oscars. Foto: Alberto Rodriguez/PA
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Olivia Colman (Beste Hauptdarstellerin) begeisterte mit einer sehr emotionalen Rede. Foto: Chris Pizzello/Invision/AP
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Erste Nominierung, erster Oscar: Rami Malek (Bester Hauptdarsteller) hat als Freddie Mercury gewonnen. Foto: Chris Pizzello/Invision/AP
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Mit «We Will Rock You» und «We Are The Champions» eröffneten Queen die 91. Oscar-Verleihung. Foto: Chris Pizzello/Invision/AP
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«Black Panther» hat insgesamt drei Oscars gewonnen: Einer ging an den schwedischen Komponisten Ludwig Göransson für die beste Filmmusik. Foto: Chris Pizzello/Invision/AP
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Ein großer Showmoment: Bette Midler singt den Song «The Place Where Lost Things Go» aus dem Film «Mary Poppins' Rückkehr». Foto: Chris Pizzello/Invision/AP
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Oscar-Gewinner Spike Lee hielt eine sehr politische Rede, in der er an die Zeiten der Versklavung erinnerte. Foto: Chris Pizzello/Invision/AP
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Spike Lee zeigt seine Love-Hate-Ringe aus seinem Film «Do The Right Thing». Foto: Jordan Strauss/Invision/AP
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Regina King («If Beale Street Could Talk») ging als große Favoritin ins Oscar-Rennen. Sie wurde als beste Nebendarstellerin ausgezeichnet. Foto: Chris Pizzello/Invision/AP
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Mahershala Ali hat nach «Moonlight» für «Green Book» seinen zweiten Oscar als bester Nebendarsteller gewonnen. Foto: Chris Pizzello/Invision/AP
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Völlig aufgelöst: Lady Gaga hat mit ihren Ko-Autoren für den Song «Shallow» einen Oscar gewonnen. Foto: Chris Pizzello/Invision/AP
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Glenn Close ist zum siebten Mal für einen Oscar nominiert gewesen. Auch diesmal hat sie wieder nicht gewonnen. Foto: Jordan Strauss/Invision/AP
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Hoch konzentriert bei der Probe: Die Presenter Daniel Craig und Charlize Theron. Foto: Charles Sykes/Invision/AP
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Jennifer Lopez glitzert in einem Outfit von Tom Ford auf dem roten Teppich. Foto: Jordan Strauss/Invision/AP
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Rosa war eine der Farben auf dem roten Teppich: Countrystar Kacey Musgraves, die kürzlich einen Grammy für das beste Album gewonnen hat. Foto: Jordan Strauss/Invision/AP
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Pailletten und Perlen: Emma Stone trägt ein extravagantes Outfit von Louis Vuitton. Foto: Jordan Strauss/Invision/AP
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Auf der Oscar-Party von Vanity Fair wurde weitergefeiert: Liam Hemsworth und seine Frau Miley Cyrus sind dabei. Foto: Imagespace/ZUMA
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Mit ihrem Song «Shallow» sorgten Lady Gaga und Bradley Cooper für einen Gänsehautmoment. Foto: Chris Pizzello/Invision/AP
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