Peter Schäfer wird Direktor des Jüdischen Museums Berlin

Berlin (dpa) - Das Jüdische Museum in Berlin bekommt einen neuen Direktor: Der Judaist Peter Schäfer folgt am 1. September auf Gründungsdirektor W. Michael Blumenthal, wie das Museum am Donnerstag mitteilte.

Schäfer (Jahrgang 1943) lehrte an den Universitäten Tübingen und Köln sowie der Freien Universität Berlin, von 2005 bis 2013 war der Leibniz-Preisträger Direktor des Studienprogramms Judaistik an der amerikanischen Universität Princeton.

Blumenthal (88) stand seit 1997 an der Spitze des Jüdischen Museums Berlin. Unter seiner Leitung entwickelte sich das von Daniel Libeskind entworfene Haus zu einem der größten jüdischen Museen Europas. Es hat jährlich 700 000 Besucher.

Mit Schäfer sei es gelungen, «einen international wirkenden und renommierten Experten» zu gewinnen»», hob Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) nach der Entscheidung des Stiftungsrates hervor. Sie sei sicher, dass er das Werk Blumenthals engagiert fortführen, an die bisherigen Erfolge anknüpfen und eigene Akzente setzen werde.

Blumenthal legt das Amt der Mitteilung zufolge auf eigenen Wunsch nieder, wird aber weiter in beratender Funktion zur Verfügung stehen. Grütters sagte, der beispiellose Erfolg des Museums sei wesentlich der Leidenschaft und Tatkraft Blumenthals zu verdanken. Das Gebäude, das in seiner Form an einen zerbrochenen Davidstern erinnert, wurde 1999 fertiggestellt. Die Dauerausstellung zu zwei Jahrtausenden deutsch-jüdischer Geschichte öffnete 2001.

Zuvor hatten die «Bild» und die «B.Z.» über den Abschied Blumenthals berichtet.

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